Krankenhaus- und Augustinerinnenstiftung
Zielsetzung
Krankenhausfinanzierung kann nicht mehr alle Bedürfnisse der Patienten abdecken.
Ziel ist die Förderung des allgemeinen Wohlbefindens der Patienten.
Zur Entstehung
Bereits seit einigen Jahren kreist der Gedanke zur Gründung einer Vereinigung
mit dem Ziel, das Wohlbefinden der Patienten zu fördern, in den Köpfen einiger
Mitarbeiter der Klinik St. Josef. Im Klinikalltag stellen wir fest, dass alles
getan wird, um den Patienten bestmögliche Behandlung und Betreuung zu gewährleisten.
Dennoch bleiben Lücken in der Versorgung bestehen. Diese Versorgungslücken gehen
über die eigentliche Aufgabe eines Allgemeinkrankenhauses hinaus. So kommt es vor,
dass Patienten gewisse Behandlungsangebote nicht, bzw. nicht mehr nutzen können, weil
diese nicht im Tagespreis des Allgemeinkrankenhauses vorgesehen sind und daher nicht
finanziert werden können.
Es gründete sich im April diesen Jahres daher eine VoE unter dem Namen
"Vereinigung zur Förderung des Wohlbefindens kranker Menschen".
Am 10. Juni 2002 fand die offizielle Gründungsversammlung statt. Ziel war
unter anderem auch, neue Mitglieder anzuwerben. Es sollte keine Initiative
des Krankenhauspersonals bleiben, sondern auch Personen außerhalb der Klinik,
d.h. ehemalige Patienten, Angehörige von Kranken ... sollten das Recht zur Mitsprache
und Mitarbeit erhalten.
Gleichzeitig machten sich die Schwestern des Augustinerinnenordens Gedanken
darüber, ebenfalls eine Vereinigung zu gründen. Da sich ihre Zielsetzung mit der
der neu
gegründeten VoE deckte, nahmen sie Kontakt zu den Gründungsmitgliedern auf.
Man entschied sich, statt zur Gründung einer weiteren VoE, zu einem Zusammenschluss
der Interessengruppen.
So kam es auch im November 2002 zur Namensänderung: "Krankenhaus- und
Augustinerinnenstiftung". Es handelt sich nach wie vor um eine Bewegung der
Basis, d.h. ein Zusammenschluss von Personen aus verschiedenen Interessengruppen
(Ordensschwestern, Personen von außerhalb der Klinik und Personalmitgliedern),
deren erstes Ziel das Wohlbefinden der Kranken ist. Sie verfolgen gemeinsam das
Ziel der Vereinigung im Sinne der Definition der Weltgesundheitsorganisation
"Gesundheit ist ein Zustand körperlichen, geistigen und sozialen Wohlbefindens
und nicht lediglich die Abwesenheit von Krankheit und Behinderung".
Bisherige Projekte
- Die Kunstausstellung: Kunst und Therapie "Augen-Blicke"
- Die Kleider- und Hygienetruhe
- Der Verleih von Informationsmaterial
Die Kunstausstellung "Augen-Blicke"
Projekt durchgeführt durch die psychiatrische Abteilung und Tagesklinik
St. Vither Rathaus - 17. - 26. Mai 2002
Die Kleider- und Hygienetruhe
Ein weiteres Projekt ist der Aufbau einer Kleider- und Hygienetruhe. Nicht selten
kommt es vor, dass Patienten im Krankenhaus aufgenommen werden und nicht oder nur
unzureichend über frische Wäsche bzw. Hygieneartikel verfügen. Manche Personen
leben in schwierigen sozialen Verhältnissen, für andere wiederum kam der
Krankenhausaufenthalt so unerwartet, dass es ihnen nicht möglich ist in kurzer
Zeit über die notwendigen Dinge zu verfügen. Die Vereinigung sammelt daher gut
erhaltene Kleidung (Bademäntel, Pyjamas, Strümpfe, Jogginganzüge ...) und kann
diese und gegebenenfalls Toilettenartikel und Unterwäsche zur Verfügung stellen.
Informationsmaterial
Kostenloser Verleih von Broschüren und Videofilme über unterschiedliche
Krebserkrankungen
Mit Unterstützung der Krebshilfe Ostbelgien VOE
Aktuelle Projekte
Die zusätzliche Kinesitherapie und Ergotherapie für bestimmte Patientengruppen.
Es gibt noch vieles was zur Verbesserung des Wohlbefindens kranker Menschen
im Rahmen eines Krankenhauses getan werden kann. Bestimmt fällt auch Ihnen spontan
eine Versorgungslücke ein. Wir sind offen für Ihre Anregungen und Vorschläge.
Da die Projekte natürlich finanziert werden müssen sind wir auf Spenden angewiesen.
Wie Sie uns unterstützen können
Alle Aktivitäten werden ausschließlich über Spenden finanziert
Anlässlich der Eröffnung des Klinikneubaus können Sie uns unterstützen :
- Indem Sie eine Gönnerkarte zum Preis von 5 Euro erwerben
- Indem Sie eine Postkarte kaufen die von den Patienten der psychiatrischen Abteilung handgemacht wurden
- Indem Sie Getränken und kleinen Mahlzeiten verzehren
- Indem Sie eine Spende auf das Konto der Stiftung 731-0007264-61 überweisen (anerkannt
vom Finanzministerium zum Ausstellen von Steuerbescheinigungen für jede Spende
in Höhe von 30 Euro oder mehr
)
Warum eine Finanzierung von Ergotherapie oder Kinesiotherapie
Die zusätzliche Kinesitherapie und Ergotherapie für bestimmte Patientengruppen
Unfälle, Krankheiten und deren Folgeerscheinungen sind oftmals Schicksalsschläge
für Patienten und deren Angehörige. Eine Krankheit oder Behinderung wird vom
Patienten und dessen Umfeld meist als enorme Belastung empfunden und zahlreiche
Ängste und Fragen tun sich auf.
Oftmals, nachdem die akute Phase überwunden wurde, der Zustand aus medizinischer
Sicht stabil ist steht der Patient vor einer völlig veränderten Lebenssituation.
" Wie kann ich mit dieser Krankheit leben?"
Das schlimmste ist vermutlich, sich in dieser Situation alleine gelassen zu fühlen.
Zur Zeit besteht das feste Behandlungsteam aus Fachärzten, Krankenpflegern und
einer Sozialassistentin. Je nach Auswirkung der jeweiligen Krankheit auf das
Leben des Patienten, werden die entsprechenden Fachleute einbezogen. Die meisten
Fachleute (Kinesitherapeuten, Psychologen, Diätassistentin, Logopädin) arbeiten
auf selbständiger Basis. Bisher war keine Zusammenarbeit mit einem Ergotherapeuten
für die Abteilungen Innere Medizin und Chirurgie gewährleistet.
Da o.g. paramedizinisches Personal weder im Tagespflegesatz noch in der Personalnorm
vorgesehen sind, ist eine personelle Aufstockung in diesen Bereichen finanziell zur
Zeit nicht möglich. Die Klinik arbeitet daher mit selbständigen Paramedizinern zusammen.
Der Patient muss sich somit für eine Therapieform entscheiden, die ihm vielleicht
noch unbekannt ist, dessen Zweckmäßigkeit er noch nicht kennt und einschätzen
kann, und die in jedem Fall eine zusätzliche finanzielle Belastung mit sich bringt.
Seit Oktober diesen Jahres ermöglichte die Stiftung einigen Patienten die
Behandlung seitens einer selbständigen Ergotherapeutin, indem die Stiftung
das Angebot für den Patienten schuf und die Finanzierung übernahm. Außerdem
wurde je eine 2. Kinesitherapiebehandlung am Tag für den Patienten gewährleistet.
Es handelt sich hier in erster Linie um Patienten, die infolge eines Schlaganfalles
oder eines Unfalles einer Rehabilitation bedürfen, jedoch einige Wochen auf einen
Behandlungsplatz in einer Rehabilitationsklinik warten müssen. Damit keine kostbare
Zeit für die Rehabilitation verloren geht, sollte die Zeit im Akutkrankenhaus genutzt
werden und die paramedizinische Behandlung je nach Bedürfnis und Möglichkeit
intensiviert werden. Dem Patienten sollen konkrete Hilfen angeboten werden,
die ein Leben mit der Krankheit ermöglichen und erleichtern soll.
Konkret heißt das, dass wir nach Absprache mit dem Arzt und dem Team bestimmten
Patienten kostenlos die Zusammenarbeit mit einem(er) Ergotherapeuten(in), sowie
eine 2. Kinesitherapiebehandlung am Tag während des Krankenhausaufenthaltes
anbieten. (Dies natürlich in Funktion der bestehenden Bedürfnisse).
Ziel dieses Angebotes ist es, dem Patienten zu ermöglichen, SELBST zu erleben, WAS ihm gut tut, WAS ihm hilft, seine veränderte Lebenssituation anzupacken. Von seinen eigenen Erfahrungen ausgehend, kann die Person dann selbst entscheiden, auf welche Hilfe sie zurückgreifen möchte.
Noch Fragen ?
Wenn Sie Fragen zu der Stiftung haben, können Sie sich gerne an eine der folgenden
Personen wenden:
Mitglieder innerhalb des Krankenhauses : Arens Ferdi, Weber Wilfried, Schwester Margaritis, Pastor Mertes, Kalbusch Claudine, Mausen Veronika, Kaut Aline
Mitglieder außerhalb des Krankenhauses : Bill Ilse, Henkes Hildegard, Kaut Martha, Mettlen Ludwina
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